Mixed-Volleyball: Iffeldorf ist Bayerischer Vizemeister und qualifiziert sich damit für die Süddeutschen Meisterschaften

Zum dritten Mal nach 2010 und 2011 sicherte sich das Ostersee-Team am vergangenen Wochenende in Neunburg vorm Wald den Bayerischen Vizemeistertitel . Nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus vom letzten Jahr unterlag ein absolutes Rumpfteam erst im Finale dem amtierenden deutschen Meister TSV Vaterstetten, der damit Revange für die Halbfinalniederlage bei der Oberbayerischen Meisterschaft nahm. Damit qualifizierten sich die Iffeldorfer auch für die Süddeutschen Meisterschaften am 21. und 22. September in Neutraubling.

Die Zielsetzung für den TSV war klar: Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft. Um ganz sicher zu gehen, musste hierfür das Finale erreicht werden: Mit Donaustauf als Ausrichter und Vaterstetten als letztjährigem Titelträger waren bereits zwei bayerische Teilnehmer qualifiziert, zwei weitere Plätze waren daher zu vergeben.

Aufgrund der urlaubsbedingen Abwesenheit von Michael Zellinger und dem zuletzt überragend agierenden Manfred Reisnecker nur mit zwei Mittelblockern angetreten, war es insbesondere die akute Knieverletzung von Zuspielerin Steffi Bell, die Spielertrainer Erich Gampenrieder im Vorfeld die Sorgenfalten auf die Stirn trieb: „Steffi so lange wie möglich schonen und nur für die entscheidenden Momente auf das Spielfeld bringen“, so lautete die Strategie. In der Vorrunde kam das Ostersee-Team zu lockeren 2:0-Siegen gegen Schnelldorf und den Gastgeber Neuburg. Im wichtigen Überkreuzspiel gegen Post SV Nürnberg setzten die Iffeldorfer ihren Ansatz fort, mit Ralph Bader im Zuspiel und Pia Seuthe im Mittelblock zu agieren und gewannen zunächst den ersten Satz deutlich mit 25:19. Satz zwei ging nach zwei Spielerwechseln mit 13:25 an den Gegner. Im dritten Satz musste die in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkte Bell ran. Der TSV behielt beim 15:13 die Nerven und gewann schlußendlich deutlicher, als es das Ergebnis aussagt.

Nachdem Donaustauf bereits in der Vorrunde ausgeschieden war, konnte mit einem Sieg im Halbfinale gegen Zirndorf die Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft erreicht werden, da Vaterstetten im ersten Halbfinale locker gegen Nymphenburg-Neuhausen die Oberhand behielt. „Das Spiel um Platz 3 gewinnen zu müssen, wollen wir uns aufgrund der Personallage ersparen. Alle Energie geht ins Halbfinale, das Ergebnis im potenziellen Finale interessiert uns gar nicht“, so Gampenrieder. Der schickte in der Folge seine stärkste Sechs, mit Bell im Zuspiel und Vera Laske als Libera, auf das Feld. Mit kontrolliertem Spiel gelang ein 2:0-Sieg (25:18, 25:20), „kein glänzender, aber klarer Erfolg“, so Kapitän Wolfi Skasa-Weiss, wobei beim vorletzten Ballwechsel doch eine Schrecksekunde entstand, als Bell nach einer unglücklichen Abwehraktion mit schmerzverzerrtem Gesicht aufs Feld zurückhumpelte.

Die anschließende 0:2-Niederlage im Finale gegen Vaterstetten interessierte niemanden mehr. „Berlin, Berlin - wir wollen nach Berlin“, schallte es zum Abschluss aus der Umkleidekabine der Iffeldorfer. Dort finden Ende Oktober die Deutschen Meisterschaften statt – das finale Ziel des Ostersee-Teams. Offensichtlich eine besondere Motivation insbesondere für die gebürtige Berlinerin Steffi Bell. Deren mittlerweile diagnostizierter Meniskusriss „konnte Steffi nicht aufhalten. Die gesamte Mannschaft zieht den Hut vor der von ihr gezeigten Leidenschaft. Hoffen wir für sie, dass das Knie bis September wieder flutscht – dann sind wir auch in Berlin dabei“, zeigt sich Seuthe optimistisch.