Das Sportheim feiert 50. Geburtstag

50 Jahre Sportheim - „Zweites Wohnzimmer“ feiert am 28. September Geburtstag!

Beginn ist um 14:00 Uhr mit einem gemütlichen Kaffeeklatsch unter freiem Himmel. Für Kaffee und Kuchen sorgen Mitglieder aller Sparten des TSV.

Ab 18:00 Uhr feiern wir bei Lifemusik und mit der bewährt guten Bewirtung durch Silvia und Thomas Fürst.

Alle Iffeldorferinnen und Iffeldorfer sind herzlich eingeladen mitzufeiern.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Am 1. Oktober 1969, also fast auf den Tag genau vor 50 Jahren, unterzeichneten der damalige TSV-Vorstand, Herr Heinz Heider, und der erste Pächter, Herr Anton Oswald sen., den Pachtvertrag für „die zur Bewirtung von Vereinsmitgliedern und zur Erholung von Sportübenden vorgesehenen Räume mit den dazugehörigen Nebenräumen des Sportheimes des TSV Iffeldorf-Staltach“! Das war der Beginn einer sehr langen und für den TSV und viele Iffeldorfer immer noch sehr wichtigen und leidenschaftlichen Verbindung. „Das Sportheim“ war geboren, ein Ort der keinerlei weitere Erklärung brauchte und dessen Name nun seit fünf Jahrzehnten einen guten Klang hat!

 

Vorausgegangen war diesen Unterschriften der Bau des Sportplatzes an der Maffeistraße, auf dem Grundstück einer aufgelassenen Kiesgrube, das der Gemeinde von der Familie Ritthaler zu einem sehr günstigen Preis überlassen wurde. Die Einweihung des Platzes konnte bereits 1968 gefeiert werden.

Das Sportheim selbst, in der Gestaltung die 1969 eingeweiht wurde, konnte mit Hilfe von sage und schreibe 8.052 Stunden Eigenleistung der TSV-Mitglieder und mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde erstellt werden. Einer derjenigen, die mit ganz besonders viel Engagement beim Bau mitarbeiteten, war Ludwig Prögler. Es war ein bis heute unvergessenes tragisches Unglück, das den damals erst 33-jährigen Ehemann und Vater von vier kleinen Kindern traf. Durch einen Stromschlag verlor er an der Baustelle sein Leben.

Treibende Kraft beim Sportheimbau war der Inhaber eines ortsansässigen Baugeschäftes, Rupert Tremmel, damals Abteilungsvorstand der Fußballer. Organisatorisch wurde er von einem der langjährigsten Vorstände in der Vereinsgeschichte des TSV unterstützt, von Andreas Retzer. Als weitere Aktivposten bei der Abwicklung des Vorhabens sind Dieter Heidrich und Ernst Fischer zu nennen. Zusammen mit dutzenden von Helfern wurden Umkleideräume samt Duschen geschaffen, zeitgemäße Toiletten und ein Kioskbereich. Auch über ein erstes kleines „Sportstüberl“ verfügte der TSV in dem Gebäude.

1980/81 erfolgte auf Bestreben der Tennisabteilung im TSV die Erweiterung des Sportheims. Dieser Anbau beherbergt bis heute im Keller die Umkleide- und Duschräume für die Tennisspieler sowie das Büro der Geschäftsstelle des TSV. Im Erdgeschoß entstand der großzügige Gastraum, der bis zu 60 Personen Platz bietet. Initiatoren und treibende Kräfte bei der Umsetzung des Vorhabens waren Alois Eidenschink sen., Josef Neumayr, Hans Blank und Siegfried Strauß. Alle Vier waren begeisterte Tennisspieler.

Machen wir einen Sprung ins Jahr 1993/94! In diesen Jahren wurde die Anlage des Außenbereiches (Terrasse), der Parkplätze und die Überdachung der Terrasse realisiert. Auch diese Baumaßnahme war von außerordentlichen Eigenleistungen der Mitglieder geprägt. Beim Umbau von Sportheim und Vorplatz wurden in Summe 3.521 Stunden geleistet, wie akribisch geführte Aufzeichnungen verraten. Fast die Hälfte dieser Stunden wurden von nur 5 Männern erbracht; Hans Neunzig (549 Stunden), Paul Ostermaier (381), Josef Egger (251), Dieter Heidrich (211) und Ludwig Kindermann (199).

Nicht vergessen werden dürfen die zahllosen Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten, die weit überwiegend unentgeltlich von TSV-Mitgliedern vorgenommen wurden.

Großer Dank und Anerkennung gebührt allen Helferinnen und Helfern, die in den Jahren 1968/69, 1981/82, 1993/94 und dazwischen/danach das erschaffen und erhalten haben, was viele TSV`ler und Gäste von nah und fern im Sportheim sehen, ihr zweites Wohnzimmer!

Ein Wohnzimmer kann aber noch so schön eingerichtet sein, gemütlich und heimelig wird es darin erst wenn das Klima passt, wenn die Hausherren für Wohlbefinden sorgen. Und da hatte der TSV mit seinen Pächtern ein Riesenglück!

Angefangen bei Anton Oswald sen., über Fritz Wagner, die 36 Jahre dauernde Ära von Gabi und Günther Bierl und jetzt Silvia und Thomas Fürst, es war und ist immer schön im Sportheim! Es wurde viel gelacht unter diesem Dach, es wurden in den 50 Jahren aber auch manche Tränen darunter vergossen. Es wurde gefeiert, Frust wurde abgebaut, Strategien wurden diskutiert und auch wieder verworfen. Manchmal wurden nur Zwiegespräche geführt, Weisheiten für`s Leben ausgetauscht und Niederlagen mit Trost versehen.  Und für die Kinder der Sportler gab es immer Naschwerk. Es gäbe noch so viel zu erzählen ……..!

50 Jahre Sportheim, ein schönes Jubiläum für einen Ort der Begegnung, der über die Jahre nichts von seiner Anziehungskraft und seinem Charme verloren hat.