Mixed-Volleyball: Iffeldorf fährt als Außenseiter zur Süddeutschen Meisterschaft nach Donaustauf

Zum dritten Mal nach 2010 und 2011 nimmt das Iffeldorfer Mixed-Team am kommenden Wochenende an den Süddeutschen Meisterschaften teil, die dieses Jahr in Donaustauf stattfinden. Neben den Meisterehren geht es um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, für die Platz 6 erreicht werden muss. Aufgrund der anhaltenden Verletzungsprobleme wird dies ein schwieriges Unterfangen.

Als Optimist bezeichnete Karl Valentin einst die Menschen, die die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind. Am kommenden Wochenende treffen sich die 20 besten Mixed-Volleyball-Mannschaften aus Sachsen, Thüringen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern im oberpfälzischen Donaustauf, um ihren Primus auszuspielen. Die Iffeldorfer, als Bayerischer Vizemeister qualifiziert, treffen dabei in der Vorrunde auf den Thüringer Meister aus Sülzhayn, den Nordbadischen Meister Leon-Rot und den letztjährigen Viertplatzierten Bad Saulgau. „Das ist schon ein ziemliches Paket und sicher die schwerste Vorrundengruppe“, analysiert Spielertrainer Erich Gampenrieder. Nur die ersten beiden der Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde, in der dann jeweils in Fünfer-Gruppen im Jeder-gegen-Jeden-Modus Platz drei erreicht werden muss, um sich für die im Oktober stattfindenden Deutschen Meisterschaften in Berlin zu qualifizieren.

„Klar wollen wir nach Berlin. Aber durch die Meniskusverletzung unseres Zentralgestirns, Zuspielerin Steffi Bell, stehen die Chancen nicht sonderlich gut“, orakelt Gampenrieder. Und so wird die bei den bayerischen Titelkämpfen angewandte Strategie, Bell nur in wichtigsten Spielen einzusetzen, erneut gezogen. „Ob ihr Knie das überhaupt zulässt, werden wir sehen.“ In den anderen Spielen wird Ralph Bader den Spielmacher geben, womit dem Ostersee-Team auf dem Feld neben den drei Damen nur noch zwei statt der üblichen drei Männer für den Angriff zur Verfügung stehen. „Die Belastung für unsere Damen ist damit sehr hoch. Bei den Herren haben wir uns immerhin noch mal qualitativ als auch der Anzahl nach verstärken können.“, bewertet Gampenrieder den TSV-Kader: zwar fallen Michael Mayer und Manfred Reisnecker verletzt aus, mit Johannes Hoffmeister und Elias Köb sind in der Sommerpause jedoch zwei weitere ehemalige Zweitliga-Akteure nach Iffeldorf gestoßen. „Beide sind gelernte Annahme / Außen-Spieler, womit wir einerseits unsere ohnehin gute Qualität in der Annahme werden verbessern können. Andererseits müssen wir sehen, wie die beiden auf der Diagonalposition bzw. Elias auch auf der Mittelblockposition zurechtkommen, als auch mit dem Druck, kontinuierlich Hinterfeldangriffe erfolgreich abschließen zu müssen. Unsere tapferen Damen Vera Laske, Pia Seuthe und Ines Kluge müssen sich durchbeißen und vielleicht finden wir diese Woche auch hier noch eine Notfalllösung.“

„Wir werden Punkt für Punkt spielen, es unseren Gegnern so schwer wie möglich machen und unser Heil in guter Block- und Feldabwehr suchen. Wozu das dann führt, werden wir sehen.“, beschreibt Kapitän Wolfram Skasa-Weiß die gedämpften Ambitionen seines Teams. Wenn man ihn dabei lächeln sieht, gewinnt man den Eindruck, dass auch die aktuellen Rahmenbedingungen nicht tragisch genug sind, um der Mannschaft ihren Optimismus zu nehmen.